Einladung zum Wuhlheidefest am 9. Mai 2026

Von 12–19 Uhr erwartet euch am Samstag, 9. Mai 2026 auf dem Gelände der SJC Arena, An der Wuhlheide 161, 12459 Berlin (in der Wuhlheide) ein tolles Programm.

Haushalt 2026/2027: Berlin setzt falsche Prioritäten

Kosten für „Wuhlheide-Autobahn“ steigen auf über 630 Millionen Euro, während der Senat fleißig weiterkürzt.

Rückkehr zu Tempo 50 — absurd!

Umwelt- und Verkehrs­senatorin Ute Bonde (CDU) plant, an zwei Dutzend Berliner Haupt­straßen die Tempo-30-Be­schrän­kung wieder abzu­schaffen.

Berlin bleibt rückständiger Verkehrspolitik treu

Mit der Er­öffnung des 16. Ab­schnitts der A100 am 27.08.2025 bleibt Berlin seiner rück­ständigen Verkehrs­politik treu.

Leb wohl, Verkehrswende

Bundesregierung stimmt für die Auf­weichung des Allgemeinen Einsenbahn­gesetzes.

Wuhlheidefest am 24. Mai

Wir feiern die Wuhl­heide auf dem Gelände des Sport­Jugend­Clubs SJC Arena

Bürger*innen-
Initiative

18.06.2025

Jetzt Petition unterschreiben!

Petition gestartet: Bürger­innen und Bürger warnen vor Auf­weichung des Allgemeinen Eisenbahn­gesetzes

Die BI Wuhlheide kritisiert die geplante Änderung des Allgemeinen Eisenbahn­gesetzes (AEG), über die der Bundestag voraus­sichtlich am 26. Juni abstimmen wird. CDU/CSU und SPD wollen mit einem Änderungs­antrag die gesetzlichen Hürden für die Entwidmung von Bahn­flächen senken (§23 AEG). Aus Sicht der Initiative wäre dies ein Rück­schritt für Klima­schutz und Mobilitäts­wende, denn diese gefährde langfristig die Reaktivierung und den Ausbau des Schienen­netzes.

„Einmal entwidmete Bahn­flächen sind für die Schiene dauerhaft verloren“, warnt die BI Wuhlheide. „Gerade im Kontext der Mobilitäts­wende müssen wir die verbliebenen Bahn­flächen sichern, anstatt sie kurz­sichtigen städte­baulichen Interessen zu opfern.“

Die BI Wuhlheide beruft sich dabei auf den Abschluss­bericht der Beschleunigung­skommission Schiene. Die stellte fest, dass die viele Ent­widmungen, die vor einer Novellierung des §23 AEG Ende 2023 vergleichs­weise leicht möglich waren, jetzt die not­wendigen Kapazitäts­steigerungen im Bahn­bereich verhindern. Wer sich also heute über lange Umsteige­zeiten, Verspä­tungen und überfüllte Züge beklagt, sollte ein Interesse daran haben, die verbliebenen Bahn­flächen zu sichern, anstatt sie kurz­sichtigen, städte­baulichen Interessen zu opfern. Mit dem Änderungs­antrag würde man aber im Wesentlichen wieder zur alten Entwidmungs­praxis zurück­kehren und damit die genannten Probleme verschärfen.

Wer ist betroffen – und warum ist die Debatte wichtig?
Die geplanten Änderungen könnten bundesweit erhebliche Auswirkungen auf Bau­projekte, Klima­anpassung und Stadt­entwicklung haben, insbesondere in wachsenden Metropol­regionen. Bei einer Anhörung im Verkehrs­ausschuss im Dez. 2024 wurde der Änderungs­bedarf seitens der Befürworter der Änderungen unter anderem mit folgenden Projekten begründet, die jedoch eindeutig in Konflikt zur Schienen­infrastruktur stehen:

• Berlin: Die Trasse für die geplante vierspurige Tangential­verbindung Ost (TVO) durch die Wuhlheide verläuft in weiten Teilen entlang ehemaliger Bahnflächen. Eine erleichterte Entwidmung dieser Flächen könnte den Lücken­schluss der S-Bahn von Karow nach Grünau dauerhaft behindern oder unmöglich machen.

• Stuttgart: Beim Projekt Stuttgart 21 steht die geplante Entwidmung der sogenannten Gäubahn-­Anbindung im Zentrum der Kritik. Diese Entscheidung würde den direkten Regional- und Fernbahn­anschluss einer ganzen Region kappen – ohne gleichwertige Alternative. Ein Desaster für zahlreiche Berufs­pendler und die Entwicklung im ländlichen Raum!

Auch in anderen Städten wie München, Leipzig oder Frankfurt wurden ehemals bahn­betrieblich genutzte Flächen zunehmend als Reserve für den Stadt­umbau betrachtet. Eine Schwächung von § 23 AEG würde solchen Vorhaben Tür und Tor öffnen – zu Lasten einer langfristig tragfähigen Infrastruktur­politik.

Die BI Wuhlheide hat daher eine Petition mit dem Titel „Spur halten – § 23 AEG nicht auf­weichen, Schienen­raubbau stoppen!“ gestartet. Sie ruft die Abgeordneten auf, dem Gesetzes­vorhaben in dieser Form nicht zuzustimmen und statt einer Rückkehr zur alten Freistellungs­praxis eine sorgfältige Interessen­abwägung auf Basis der bestehenden Rechts­lage zu ermöglichen. Die Anwendungs­praxis des bestehenden Gesetzes zeigt, dass eine hin­reichende Interessen­abwägung auch auf Basis der aktuellen Fassung funktioniert. Anträge auf Frei­stellung, die fachlich nach­vollziehbar begründet waren, wurden entsprechend bewilligt, wie die öffentlich abrufbaren Fall­entscheidungen des Eisen­bahn-­Bunde­samts (EBA) zeigen.

Wohnungsbau ja – aber nicht auf Kosten der Schiene
Die Bürger­initiative betont ausdrücklich: Die Petition richtet sich nicht gegen den dringend benötigten Wohnungsbau. Bezahlbarer Wohnraum und Stadt­entwicklung sind zentrale Zukunfts­aufgaben. Sie dürfen jedoch nicht gegen den Erhalt und Ausbau einer klima- und zukunfts­gerechten Schienen­infrastruktur ausgespielt werden. Denn Bahn­flächen sind meist nicht ersetzbar, da sie in über­regionale Netze eingebunden sind. Städte­bauliche Vorhaben können dagegen oft auch durch alternative Maßnahmen wie Nach­verdichtung, Umnutzung von Parkflächen, Aufstockung und vieles mehr realisiert werden – voraus­gesetzt, der politische Wille ist da.

Die Petition ist ab sofort online abrufbar. Jede Unterschrift stärkt das Signal an den Bundestag gegen den Änderungs­antrag und damit für den Erhalt einer zukunfts­fähigen Schienen­infrastruktur zu stimmen.

Link zu Petition und weitere Informa­tionen:

Link zur Petition

Datenbank der Fall­entscheidungen des EBA zu § 23 AEG

Debatte im Rahmen des 10. Plenum des 21. Deutschen Bundestags

Wortlaut § 23 AEG – aktuell gültige Fassung

Sachverständigen­anhörung Verkehrsaus­schuss Dez. 2024

Bundestags­drucksache 21/326 (Juni 2025) – Änderungs­entwurf § 23 AEG

Beschluss­ankündigung zu §23 AEG

Abschluss­bericht der Beschleunigungs­kommission Schiene (Dez. 2022)

Studie – Erfolgs­faktoren für eine Reaktivierung regionaler Bahn­strecken

Pressemeldung zur Reaktion auf §23 AEG in Stuttgart und anderen Städten

Positionierung gegen Änderung des All­gemeinen Eisenbahn­gesetzes (AEG)

Informationen pro-­Gäubahn

Stellungnahme des Deutschen Städte­tags zur Änderungs­initiative

Informationen zu Bedeutung von Reaktivierung und Neubau von Schienen­verbindungen